Google veröffentlicht Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und ein Sicherheits-Modell. Das angekündigte 3.5 Pro fehlt weiterhin.
Neben Gemini 3.6 Flash und einem spezialisierten Security-Modell fehlt weiterhin ein Gemini 3.5 Pro. Google spricht bereits von Gemini 4.
Google zeigt an diesem Tag, dass in der KI-Branche nicht mehr die Frage lautet, ob ein neues Modell kommt, sondern welches Kuerzel als Naechstes an der Reihe ist. Der Konzern schiebt gleich drei neue Gemini-Varianten in den Markt, kuendigt eine weitere an - und deutet an, dass im Hintergrund bereits die naechste Generation trainiert wird. Auffaellig ist dabei weniger, was da ist, sondern was fehlt: ein Gemini 3.5 Pro sucht man vergebens, und genau diese Luecke wirft Fragen zu Googles KI-Strategie auf.
Konkret hat Google laut den Berichten Gemini 3.6 Flash, Gemini 3.5 Flash-Lite und Gemini 3.5 Flash Cyber vorgestellt. Das Cyber-Modell ist auf Cybersicherheit spezialisiert und soll Sicherheitsluecken schnell finden und patchen. In einem Blogbeitrag beschreibt Google es als "cost-efficient and highly capable alternative" zu groesseren, teureren Systemen, etwa Anthropics Mythos-Modell. Parallel dazu heisst es laut Ars Technica, Google trainiere bereits Gemini 4 und stelle ein Gemini 3.5 Pro in Aussicht. Die Ankuendigungen kamen ueber den offiziellen DeepMind-Blog sowie ueber Berichte bei The Verge, TechCrunch und Ars Technica.
Fuer Beobachter der Branche ist die Botschaft doppelt. Zum einen greift Google mit dem Cyber-Modell gezielt Anthropic an - und zwar nicht mit dem groessten, sondern mit einem kleineren, guenstigeren Modell (Flash steht bei Google fuer eine besonders schnelle, ressourcenschonende Variante). Cybersicherheit ist ein Feld, in dem Unternehmen viel Geld ausgeben und in dem spezialisierte KI-Assistenten gerade zum Kampfplatz werden. Zum anderen zeigt der Zick-Zack durch die Versionsnummern - 3.5 Flash-Lite, 3.5 Flash Cyber, 3.6 Flash, angekuendigtes 3.5 Pro, im Training befindliches Gemini 4 - dass Google sein Portfolio in mehreren Geschwindigkeiten faehrt. TechCrunch weist darauf hin, dass gerade das Fehlen von Gemini 3.5 Pro frische Fragen aufwirft: Warum kommt die Pro-Variante spaeter als die kleineren Geschwister?
Unklar bleibt im Material einiges. Weder Preise noch harte Benchmark-Zahlen fuer die drei neuen Modelle werden in den vorliegenden Meldungen genannt, und auch die technischen Details des Cyber-Modells - wie es konkret Sicherheitsluecken findet und patcht - bleiben oberflaechlich. Auch der Zeitplan fuer Gemini 3.5 Pro und Gemini 4 ist offen; Ars Technica spricht lediglich von "teases", also Andeutungen. Ob das Cyber-Modell tatsaechlich guenstiger und zugleich konkurrenzfaehig zu Anthropics Angebot ist, laesst sich aus dem vorliegenden Material nicht pruefen - Google behauptet es, unabhaengige Tests fehlen bislang.
In den kommenden Tagen lohnt sich der Blick auf zwei Punkte: Erstens, ob Google konkrete Benchmarks und Preise fuer Flash Cyber nachliefert und ob Sicherheitsforscher das Modell in der Praxis testen. Zweitens, wann Gemini 3.5 Pro tatsaechlich erscheint - und ob Google die Pro-Klasse ueberspringt und direkt auf Gemini 4 zielt. Beides waere ein Hinweis darauf, ob die Nummerierung noch strategisches System hat oder nur noch Marketing-Rhythmus ist.
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